QualitätsHandBuch

der GIB-Stiftung und des GIB e.V.

QHB FÜHRUNGSPROZESSE

1.2.0 AL Konzepte

Autor/en:
E. Boehlke
gültig seit:
14.12.2006
aktualisiert am:
27.03.2012

Anleitung zum Erstellen und Fortschreiben von Konzepten der Wohnstätten (Wohnbereich, WB) und der Arbeitsförderbereiche (Afb)

Präambel

Jedes Konzept einer Wohnstätte des GIB e. V. stellt im Wesentlichen lediglich einen Rahmen für das jeweilige Haus dar. Die Konzepte sind in ihrer Form so offen zu halten, dass die eigentliche konzeptuelle Arbeit, nämlich das individuelle personenbezogene Handeln für jeden einzelnen Betreuten, in diesen Rahmen integrierbar ist.

In diesem Sinne hat jede Wohnstätte des GIB e. V. ein eigenes Konzept.

In Brandenburg (Gransee) ist entsprechend der gültigen Leistungsbeschreibung  der WB und Afb im Leistungstyp 5 als Wohnstätte mit integrierter Tagesstruktur zusammengefasst.

In Berlin gibt es für den WB und Afb jeweils eigene Leistungsbeschreibungen, so dass für beide Bereiche ein eigenes Konzept zu schreiben ist.

1. Erstellen und Fortschreiben von Konzepten

Die Gliederung der Konzepte wird in der Regel durch die überörtlichen Sozialhilfeträger vorgegeben. Diesen Vorgaben der Gliederung wird bei Erstellung der Konzepte gefolgt, höchstens bedarfsorientiert können zusätzliche Unterpunkte eingefügt werden.

Das erste Konzept für ein Haus wird mit dessen Planung geschrieben, das so genannte Betriebskonzept. Unmittelbar nach Inbetriebnahme eines Hauses hat die erste Fortschreibung des Konzeptes zu erfolgen. Bei dieser Fortschreibung wird es im Allgemeinen keine grundsätzlichen Änderungen zu dem Erstkonzept geben. An allen Punkten des Konzeptes, bei denen es jedoch Abweichungen zu den ursprünglichen Planungen gegeben hat, sind diese entsprechend zu überarbeiten.

Das erste Betriebskonzept wird in der Zeitform Futur 1 geschrieben, da es sich um eine Planung für die Zukunft handelt. Die Fortschreibungen werden in der Zeitform des Präsens geschrieben.

Grundsätzlich wird das Konzept eines jeden Hauses zum Jahresende geprüft. Gibt es Veränderungen bzw. Neuplanungen, so werden diese im jeweiligen Kapitel eingefügt bzw. geändert.

Auf dem Deckblatt werden die Fortschreibungen jeweils durchnummeriert und mit dem Fertigstellungsdatum versehen. Die Fortschreibung hat spätestens bis zum 31. Januar des Folgejahres abgeschlossen zu sein.

Gibt es in einem Jahr keine Änderungen, und sind für das Haus auch keine neuen Planungen vorgesehen, so erfolgt keine Fortschreibung dieses Konzepts. Auf dem Deckblatt wird jedoch mit Datum und Namen vermerkt, dass das Konzept geprüft wurde und unverändert weiter seine Gültigkeit behält.