QualitätsHandBuch

der GIB-Stiftung und des GIB e.V.

QHB LEISTUNGSPROZESSE

2.2.3.4 VA Ganzkörperbetrachtung

Autor/en:
B. Römer, E. Boehlke
gültig seit:
31.12.2001
aktualisiert am:
27.09.2018

Verfahrensanweisung zur Ganzkörperbetrachtung

Präambel

Menschen mit Intelligenzminderung, insbesondere wenn sie nicht sprechen können, geben sehr häufig keine bzw. nur sehr unspezifische Hinweise, wenn sie körperliche Beschwerden haben. Zu einer ganzheitlichen Verantwortlichkeit für die bei uns lebenden Betreuten gehört auch die Fürsorge um ihr leibliches Wohlbefinden und ihre Gesundheit.

Durchführung und Dokumentation

Im Sinne einer antizipativen, d. h. vorausschauenden, vorwegnehmenden Fürsorge, gibt es auf dem Formblatt 'Routineuntersuchungen' im Bewohner-Dokumentationssystem (siehe 2.2.4.2 Bewohner-Dokumentationssystem-Formblätter) eine Rubrik "Ganzkörperbetrachtung", die monatlich ausgefüllt werden muss. Hierzu folgen nun einige Hinweise, die zu beachten sind:

  • Am besten der Bezugsbetreuer, oder ein anderer Mitarbeiter der Wohngruppe, muss einmal im Monat den Betreuten unter Beachtung der Checkliste Ganzkörperbetrachtung (MU 01) nackt von Kopf bis Fuß genau betrachten und sein Augenmerk darauf richten, ob irgendwelche körperlichen Auffälligkeiten oder Veränderungen zu den Vorbetrachtungen festzustellen sind.
  • Das Ergebnis dieser Betrachtung wird im FB 'Medizinische Dokumentation' (siehe 2.2.4.2 Bewohner-Dokumentationssystem-Formblätter) festgehalten. Gibt es bei den Körperregionen, die unter den Überschriften "Kopf", "Rumpf", "Extremitäten" aufgeführt sind, keine Auffälligkeiten, so kann dies hinter der Hauptüberschrift mit einem "o. p. B." (ohne pathologischen Befund) dokumentiert werden.
    Gibt es eine Auffälligkeit an einem Körperteil, so ist dies unter der jeweiligen Hauptüberschrift anhand der Unterpunkte genau zu beschreiben.
  • Finden sich bei keiner Körperregion dokumentationswürdige Auffälligkeiten, so erfolgt im FB 'Routineuntersuchungen' mit dem entsprechenden Datum der Eintrag "o. p. B."
    Gibt es eine Auffälligkeit, die im FB 'Medizinische Dokumentation' näher beschrieben ist, erfolgt im FB 'Routineuntersuchungen' der Vermerk "s. B." (siehe Bericht).

Banale Auffälligkeiten, wie z. B. ein kleines Hämatom oder ein kleiner Kratzer bedürfen keiner Dokumentation. Besteht eine Unsicherheit über die Wertigkeit der festgestellten Auffälligkeit, so ist die Wohnstättenleitung/medizinische Qualitätsbeauftragte zu informieren, damit die weitere Vorgehensweise entschieden wird.

Werden Auffälligkeiten dokumentiert, ist anschließend genau zu beschreiben, welches weitere Vorgehen aus der beschriebenen Auffälligkeit resultiert. Meist dürfte dies eine entsprechende ärztliche Abklärung nach sich ziehen.

Downloads Anlagen (PDF- und/oder Word-Datei (.docx)
2.2.3.4 MU01 Checkliste Ganzkörperbetrachtung

Beachtenswertes

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