QualitätsHandBuch

der GIB-Stiftung und des GIB e.V.

QHB LEISTUNGSPROZESSE

2.2.3.7 AL Hausapotheken

Autor/en:
Dr. W. Köller, B. Römer
gültig seit:
01.06.2004
aktualisiert am:
27.09.2018

Anleitung zur Einrichtung und Nutzung von Hausapotheken und Erste Hilfe-Kästen

Präambel

Dem Normalisierungsprinzip entsprechend werden gesundheitsfürsorgliche und kleine medizinisch-pflegerische Maßnahmen von uns in Assistenz für die Betreuten durchgeführt. Dazu ist es notwendig, mindestens an jedem Standort eine Hausapotheke vorzuhalten. Diese kann im Bedarfsfall auch von den Mitarbeitern genutzt werden.

1. Umfang der Hausapotheke

Der Umfang orientiert sich an einer Hausapotheke, wie es sie in vielen Haushalten gibt. Mit dem Inhalt der Hausapotheke kann die kleine Wundpflege, die Versorgung von Insektenstichen und die Behandlung von leichten Erkältungskrankheiten abgedeckt werden. Neben der Hausapotheke gibt es Erste Hilfe-Kästen, deren Ausstattung und Standort im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung gemeinsam mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Betriebsarzt des Unternehmens festgelegt werden.

2. Nutzung der Hausapotheken und Erste Hilfe-Kästen

Sollte Material aus der Hausapotheke entnommen werden, so hat der Mitarbeiter dafür Sorge zu tragen, dass entsprechender Ersatz besorgt wird.
Sämtliche Erste Hilfe-Kästen dürfen nur in versiegeltem Zustand an vorgesehener Stelle aufbewahrt werden. Bei Nutzung der Erste Hilfe-Kästen ist dafür zu sorgen, dass diese zeitnah wieder aufgefüllt und versiegelt werden. Entsprechende Versiegelungen können bei der medizinischen Qualitätsverantwortlichen angefordert werden.

3. Überprüfung der Hausapotheken und Erste Hilfe-Kästen

Für die Pflege der Hausapotheken und Erste Hilfe-Kästen sind verantwortliche Mitarbeiter benannt. Die Kontrollen, einschließlich der Erste Hilfe-Kästen der GIB-eigenen Kraftfahrzeuge, haben monatlich stattzufinden.
In der Hausapotheke ist auf die Vollständigkeit der vorzuhaltenden Heil- und Hilfsmittel und die Haltbarkeitsdaten zu achten.
Beim Erste Hilfe-Kasten ist auf die intakte Versiegelung zu achten. Ist das Siegel bei der Kontrolle verletzt, muss unverzüglich an dem vollständig gefüllten Kasten eine neue Versiegelung angebracht werden.

4. Regelung für Betreute mit hohem Verbrauch von Heil- und Hilfsmitteln

Bei hohem Verbrauch durch einzelne Betreute ist es geboten, für diese Betreuten eine individuelle Beschaffung der verbrauchten Heil- und Hilfsmittel vorzunehmen (z. B. bei individuell häufigen Verletzungen und Entzündungen). Dies geschieht per Verschreibung durch den behandelnden Arzt. Bei nicht verschreibungspflichtigen und nicht durch die Krankenkasse erstattungsfähigen Heil- und Hilfsmitteln erfolgt der Einkauf vom Barbetrag des Betreuten.

5. Medikamentengabe aus der Hausapotheke

Wenn Medikamente, auch Salben etc., aus der Hausapotheke verabreicht werden, ist die Verfahrensanweisung zur Medikamentengabe 2.2.3.1, 5. Bedarfsmedikation, zu beachten.

 

Downloads Anlagen (PDF- und/oder Word-Datei (.docx)
2.2.3.7 MU01 Checkliste Hausapotheke

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