QualitätsHandBuch

der GIB-Stiftung und des GIB e.V.

QHB UNTERSTÜTZENDE PROZESSE

3.4 Gesundheits-, Arbeits-, Brandschutz

Autor/en:
H. Majewski, K. Schönherr, LR
gültig seit:
04.03.2020

Konzept
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Präambel

Die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern, ist uns ein Anliegen mit hoher Priorität. Durch ein innovatives und flexibles Betriebliches Gesundheitsmanagement fördern und stärken wir die psychische und physische Gesundheit der Mitarbeiter (Resilienz).

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist ein wesentliches Element der Mitarbei­terentwicklung und –bindung. Die Anerkennung von Arbeitsleistung und Kompe­tenzen, das Erlangen von Fertigkeiten und der respektvolle Umgang miteinander schaffen eine Arbeitskultur, die die Mitarbeiter in ihrer Arbeit motiviert und die Zufriedenheit stärkt.

Folgende Ziele wollen wir erreichen:

  • Sicherheit und Gesundheitsschutz
  • Erhalt und Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit
  • Steigerung der Arbeitszufriedenheit, Leistungsfähigkeit und Motiva­tion
  • Sicherstellen eines respekt- und achtungsvollen Umgangs miteinander
  • Optimierung von Arbeitsabläufen
  • Verbesserung der Kommunikation
  • Fördern von Potenzialen
  • Erweiterung von gesundheitsgerechtem Führungsverhalten
  • Stärkung der Stress-und Krisenkompetenz

Verantwortliche und Adressaten

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement ist eine Führungsaufgabe; die leitenden Mitarbeiter haben die besondere Verantwortung, dem Fürsorge- und Präventionsgedanken Rechnung zu tragen und Bedingungen, Strukturen etc., die die Gesundheit beeinträchtigen können, nachzugehen und auf deren Beseitigung hinzuwirken.

Zugleich dient das Betriebliche Gesundheitsmanagement dazu, die Mitarbeiter zu einem gesundheitsbewussten Verhalten zu motivieren und an deren Eigenverantwortung zu appellieren, ihre Ge­sundheit zu stärken und gesundheitsfördernde Angebote bei GIB, aber auch außerhalb ihres beruflichen Umfeldes anzunehmen.

Rechtliche Vorgaben

GIB als Arbeitgeber berücksichtigt die gesetzlichen Vorgaben im Rahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, die im Folgenden kurz dargestellt werden:

Arbeits- und Gesundheitsschutz (§§ 3 und 4 ArbSchG)
Das Arbeitsschutzgesetz schreibt in den §§ 3 und 4 vor, dass während der Ausübung der Tätigkeit des Mitarbeiters eine Gefahr für das Leben sowie die physische und psychische Gesundheit vermieden oder möglichst ge­ring gehalten wird. Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz umfasst alle An­strengungen, die dazu beitragen, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und ar­beitsbedingte Gesundheitsgefahren zu vermeiden.
GIB trägt dafür Sorge, dass der aktuelle Stand der Technik, Arbeits­organisation, Arbeitsmedizin, Hygiene etc. in der Ausübung der erforderli­chen Tätigkeiten Anwendung findet.

Berücksichtigung von besonders schutzbedürftigen Personengruppen (§ 4 ArbSchG)
Das Arbeitsschutzgesetz regelt, dass bei Maßnahmen des Arbeitsschutzes spezielle Gefahren für besonders schutzbedürftige Personengruppen (Schwangere, Stillende etc.) zu beachten sind. Diesem Schutzgedanken misst GIB einen hohen Stellenwert bei.

Gefährdungsbeurteilung (§ 5 ArbSchG)
Um die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter bei GIB zu gewährleisten und/oder zu verbessern, werden Ge­fährdungen am Arbeitsplatz systematisch ermittelt und die dazu notwendi­gen Maßnahmen in einer Gefährdungsbeurteilung festgelegt. Diese Auf­gabe ist den Wohnstätten- und Afb-Leitungen übertragen, die in Abstim­mung und unter Beratung der externen Fachkraft für Arbeitssicherheit (DEKRA) entsprechende Gefährdungsbeurteilungen erstellen und regelmä­ßig aktualisieren.
Zu Beginn eines jeden Jahres werden die Arbeitsunfälle des Vorjahres anhand der Unfallbücher zusammengestellt, um die häufigsten Ursachen herauszufinden und gegebenenfalls gegensteuern zu können. Daraus resultiert im Bedarfsfall die Anpassung der Gefährdungsbeurteilung und das Ergreifen erforderlicher Maßnahmen.

Arbeitsmedizinische Vorsorge/Prävention (§ 11 ArbSchG)
GIB hat mit der DEKRA einen erfahrenen Partner in Sachen arbeitsmedizini­sche Vorsorge an der Seite. Die Mitarbeiter gehen re­gelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen, so das arbeitsbedingte Erkran­kungen und Berufskrankheiten frühzeitig erkannt bzw. vermieden werden können.

Arbeitsschutzausschuss (§ 11 ASiG)
Viermal im Jahr tagt der Arbeitsschutzausschuss (ASA), bestehend aus der Fachkraft für Arbeitssicherheit (DEKRA), dem Betriebsarzt (DEKRA), dem Vorstand und den leitenden Mitarbeitern. Dieser hat die Aufgabe, über Angelegenheiten des Arbeitsschutzes und der Unfallver­hütung zu beraten. So kann der Arbeits- und Gesundheitsschutz bei GIB kontinuierlich verbessert werden.

Ernennung sowie Aus- und Weiterbildung von Ersthelferinnen und Ersthelfern
GIB bildet 80 % der Mitarbeiter zu Ersthelfern aus, um sicherzustellen, dass jederzeit ein Ersthelfer an jedem Standort anwesend ist. Der Ersthelfer hat eine Erste-Hilfe-Grund­ausbildung, die alle zwei Jahre durch ein praxisorientiertes Training aktuali­siert wird.

Betriebliches Eingliederungsmanagement (§ 167 SGB IX) (BEM)
Wesentliche Punkte unseres BEM werden im Folgenden kurz zusammengefasst (siehe QHB Punkt 1.5.17):

  • Mit welcher Unterstützung kann die Arbeitsunfähigkeit überwunden werden,
  • mit welchen Hilfen und Leistungen kann GIB einer erneuten Arbeitsunfähig­keit vorbeugen und
  • wie kann der Arbeitsplatz für den Mitarbeiter erhalten und so gestaltet werden, dass er seine Fähigkeiten auch künftig wei­ter einbringen kann.

Ausdrücklich sind die Annahme des Betrieblichen Eingliederungsmanagements und die Fest­legung der daraus resultierenden Schritte und Maßnahmen für den Mitarbeiter freiwillig.

GIB als Arbeitgeber achtet besonders darauf, dass das BEM nicht der Kon­trolle dient, sondern versucht wird, gemeinsam mit den Mitarbeitern eine Lösung für einen unbelasteten Wiedereinstieg in den Berufsalltag zu ermöglichen und die weitere Gesundung oder weitere Ge­sunderhaltung zu entwickeln.

Weitere Angebote

Über die rechtlichen Vorgaben hinaus hält GIB weitere Angebote zum Gesundheitsmanagement für die Mitarbeiter vor:

Beispielhaft seien hier angeführt:

  • Fahrsicherheitstrainings
  • Präventionstraining
  • Themenbezogene Workshops
  • Arbeitsplatzgestaltung; Ausrüstungen
  • Bereichsbezogene Fort- und Weiterbildungen
  • Schuldnerberatung
  • Supervisionen
  • Teamtage
  • Jahresgespräche
  • Flexible Arbeitszeitmodelle, Teilzeitangebote etc.
  • Wunschdienstpläne
  • Kostenfreies Angebot an Getränken, vor allem Wasser
  • Subventioniertes Angebot an Frühstück, Mittag- und Abendessen
  • Ideenmanagement

Unsere Bitte an die Mitarbeiter

GIB als Arbeitgeber erwartet von seinen Mitarbeitern, dass diese sich in ihrem eigenen Interesse aktiv an der Verbesserung des betrieblichen Gesundheitsmanagements beteiligen. Bereits mit dem Abschluss des Arbeitsvertrages haben Sie die "Gemeinsame Erklärung zum Arbeits- und Gesundheitsschutz" unterschrieben. Sollten Sie in Bezug darauf oder auch ganz allgemein Verbesserungsvorschläge haben, die allen Mitarbeitern nutzen, bitten wir um die Einreichung entsprechender Formulierungen über das Formblatt "Verbesserungsvorschlag" (siehe QHB Dokument 1.3.2).

Beachtenswertes

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